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Leistungsspektrum

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Das Leistungsspektrum der Klinik für Urologie und Kinderurologie umfasst mit Ausnahme der Nierentransplantation das gesamte Fachgebiet der Urologie. Die Klinik verfügt über eine technische Ausstattung auf modernstem Niveau. Zusätzlich wird an unserer Klinik jedoch besonderer Wert darauf gelegt, dass Sie als Patient nicht nur medizinisch optimal versorgt werden, sondern dass auch die persönliche Zuwendung einen sehr hohen Stellenwert einnimmt.

Einen Schwerpunkt unserer Abteilung stellt die Diagnostik und Behandlung urologischer Tumore (Uroonkologie) dar. Dies beinhaltet die radikale Tumorchirurgie (z.B. bei Prostata- und Blasenkrebs), organerhaltende operative Verfahren (z.B. bei Nierentumoren) sowie modernste minimal-invasive Eingriffe bei Prostatakrebs (Laparoskopie).

Zum anderen gehört aber ebenso die gezielte Anwendung einer Chemotherapie zu den angebotenen Therapieoptionen.

Weitere ganz wesentliche Schwerpunkte unserer Klinik sind die Diagnostik und Therapie kinderurologischer Erkrankungen mit einer entsprechenden Spezialsprechstunde.

Ebenso ist die immer bedeutsamer werdende Problematik des unwillkürlichen Urinverlustes (Harninkontinenz) eine ganz wichtige, oft tabuisierte Thematik, mit der sich unsere Ärzte beschäftigen. Bei der Harninkontinenz werden nach sorgfältiger Untersuchung mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln die Ursachen genau abgeklärt und zielgerichtet behandelt. Dabei steht uns neben langer Erfahrung auch ein breites Angebot an neuen operativen Verfahren zur Verfügung, wobei modernste minimal-invasive (kleiner, schonender Eingriff) Operationsverfahren ebenso wie die Implantation von künstlichen Blasenschließmuskeln hervorzuheben sind.

Schematische Darstellung eines Obtapes zur minimal-invasiven Behandlung der Harninkontinenz ("Bandoperation")

Schematische Darstellung eines Obtapes zur minimal-invasiven Behandlung der Harninkontinenz ("Bandoperation")

Bei den neurogenen Blasenentleerungsstörungen behandeln wir Querschnittsgelähmte und Patienten mit Spina bifida. Zudem gehören Patienten in diese Gruppe, die Störungen der Harnblase aufweisen, die durch andere neurologische Erkrankungen bedingt sind (multiple Sklerose, Morbus Parkinson, etc). Viele Patienten, die große Operationen im Bauch oder im kleinen Becken hatten, oder auch Diabetiker gehören in diese Gruppe der neurogenen Blasenentleerungsstörungen. Auch hier führen dann nach eingehender Diagnostik meist komplizierte Behandlungstechniken zum Erfolg. Hier reicht unser Spektrum der therapeutischen Möglichkeiten von einfachen Operationen bis zur Implantation von Blasenstimulatoren, die die gestörten Nervenimpulse direkt beeinflussen.

Einer unserer häufigsten Behandlungsfälle sind Nierenkoliken, bedingt durch Steine in den Harnleitern oder Nieren. Vielfach ist nach ausreichender Schmerzstillung und wenigen zusätzlichen Maßnahmen ein Spontanabgang zu erzielen. Ansonsten muss das gesamte Spektrum der Steinbehandlung von der Stoßwellentherapie (ESWL) über die Harnleiterspiegelung (Ureterorenoskopie) und die perkutane Nierensteinentfernung (Spiegelung des Nierenhohlraumsystems) bis hin zur ganz selten gewordenen offenen Operation eingesetzt werden, um Schaden von den Nieren abzuwenden. Für die berührungsfreie Stoßwellenlithotripsie (ESWL) steht uns ein modernes Gerät mit Röntgen- und Ultraschallortung permanent zur Verfügung.

Stoßwellenlithotripsie (ESWL)

Stoßwellenlithotripsie (ESWL)

Auch die so genannte plastisch-rekonstruktive Urologie wird an unserer Klinik sehr erfolgreich durchgeführt. Darunter versteht man die Wiederherstellung von Funktionsstörungen urologischer Organe mit zum Teil sehr aufwändigen operativen Methoden. Hervorzuheben sind dabei die Harnblasenersatz-Operationen mit kontinenten Harnableitungen sowie die operative Rekonstruktion des oberen und unteren Harntraktes (z.B. Harnleiterersatz, Versorgung von Harnröhrenfehlbildungen).

Eine optimale Versorgung der Patienten, vor allem solcher mit Tumorerkrankungen, wird durch eine sehr enge Kooperation mit den niedergelassenen Fachkollegen, unserem Sozialdienst und den Rehabilitationskliniken erreicht. Sowohl bei der Planung der Behandlung wie auch bei der Nachsorge ist diese rege Kommunikation ganz entscheidend für die umfassende Betreuung und damit die schnelle Genesung unserer Patienten.

 

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