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Leistungsspektrum

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In der Klinik für Innere Medizin im Betriebsteil Bardenberg werden jährlich etwa 4000 Patienten stationär versorgt. Behandelt werden alle internistischen Krankheitsbilder, wie Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems, der Atemwege, der Nieren und des blutbildenden Systems. Den Schwerpunkt bildet die Gastroenterologie mit der Diagnostik und Behandlung von Erkrankungen der Speiseröhre, des Magen-Darm-Traktes, der Leber, der Bauchspeicheldrüse und des Stoffwechsels.

Auf einer modernen interdisziplinären Intensivstation werden alle Erkrankungen, die der speziellen internistischen Intensivmedizin bedürfen, behandelt, wie z.B. ein akuter Herzinfarkt, Lungenembolien, Herzrhythmusstörungen, schwere Lungenentzündungen, Sepsis mit Multiorganversagen, schwerwiegende Stoffwechselentgleisungen, Vergiftungen und Komaformen diverser Ursachen.

Gastroenterologisch-hepatologischer Schwerpunkt

Einen Schwerpunkt bilden die Diagnostik und die konservative bzw. endoskopisch interventionelle Therapie von funktionellen und entzündlichen Erkrankungen und von Tumorerkrankungen des Gastrointestinaltraktes. Dabei sind vor allen Dingen die Speiseröhre, der Magen- und Darmtrakt, die Leber mit den Gallenwegen und die Bauchspeicheldrüse betroffen. Die Klinik verfügt über alle aktuellen endoskopischen und sonographischen Verfahren einschließlich der Endosonographie und Kontrastmittelsonographie. Besonderes Augenmerk gilt der Frühdiagnose bösartiger Neubildungen, die in frühen Stadien durch endoskopische Verfahren (Polypektomie, Papillektomie, Mukosaresektion) therapeutisch sicher beherrscht werden können, so dass eine Operation oft nicht erforderlich ist. Bei fortgeschrittenen Stadien kann durch endoskopische Tumorabtragung, Anlage von Prothesen oder Ernährungssonden eine wesentliche Verbesserung der Lebensqualität der Patienten erreicht werden. Blutungen im Magen-Darm-Trakt werden endoskopisch gestillt. Engstellen werden mittels Ballonkatheter aufgedehnt und/oder durch Prothesen (Stents) überbrückt. Mehr als 1/3 unserer endoskopischen Untersuchungen befassen sich mit derartigen therapeutischen Eingriffen.

Neben den herkömmlichen sonographischen und endoskopischen Untersuchungen steht mit der Kapselendoskopie ein weiteres bildgebendes Verfahren zur Erkennung von Erkrankungen des Dünndarms zur Verfügung.

Weiterhin werden alle wesentlichen Funktionsteste des Magen-Darm-Traktes durchgeführt (sog. H2- und 13C – Atemteste). Zur Ergänzung stehen nuklearmedizinische Untersuchungsverfahren und eine umfangreiche radiologische Diagnostik in der Abteilung für Radiologie des Hauses zur Verfügung.

Bei den Stoffwechselerkrankungen stehen die Diagnostik und Therapie von Fettstoffwechselerkrankungen und des Diabetes mellitus im Vordergrund.

Im Rahmen der internistischen Intensivbehandlung werden akute Blutungen des Magen- und Darmtraktes, komplizierte Bauchspeicheldrüsenentzündungen, Leber- und Stoffwechselkomata therapiert.

Chronische Lebererkrankungen können zur Ausbildung einer Leberzirrhose führen. Mehr als 50% dieser Patienten leiden an einer chronischen Entzündung der Leberzellen, der Gallengänge, oder einer angeborenen Speicherkrankheit. Hier kann durch eine geeignete Behandlung das Fortschreiten der Erkrankung wesentlich verlangsamt oder gar zum Stillstand gebracht werden.

Patienten mit Leberzirrhose sind gefährdet für Komplikationen wie Leberkoma, Blutungen aus Krampfadern an der Speiseröhre, Ansammlung von Bauchwasser und Ausbildung bösartiger Lebertumore. Diese Patienten bedürfen einer sorgfältigen medikamentösen Therapie, die ggf. durch endoskopische (Varizenligatur) oder radiologische (TIPS-Anlage) Therapien erweitert werden muss. Sollten bösartige Lebertumore nicht mehr durch eine Operation entfernt werden können, führen wir eine Abtragung durch sonographisch gesteuerte Alkohol- oder Essigsäureinjektionen oder Radiofrequenzablation durch.

Behandlung kardiologischer Patienten

Zur kardiologischen Basisdiagnostik werden, neben Elektrokardiographie und Ergometrie, Langzeit-EKGs aufgezeichnet, deren computerassistierte Auswertung sowohl eine Rhythmusanalyse als auch eine ST-Streckenanalyse erlaubt. Zur Überwachung von Patienten auf der Allgemeinstation stehen Monitorgeräte mit Ereignisrekordern zur Verfügung.

Echokardiographien werden als farbcodierte Duplexsonographien sowohl transthorakal als auch transoesophageal inklusive der Kontrastechokardiographie durchgeführt.

Langzeitblutdruckmessgeräte erlauben eine sichere Diagnostik und gezielte Einstellung der arteriellen Hypertonie.

Zur Beurteilung zentraler und peripherer Blutgefäße steht die farbcodierte Duplexsonographie zur Verfügung.

Insbesondere in der Diagnostik der koronaren Herzerkrankung bietet die Myokardszintigraphie, die in der nuklearmedizinischen Abteilung des Hauses in SPECT-Technik vorgenommen wird, eine hilfreiche Ergänzung des diagnostischen Spektrums.

Zur Behandlung bradykarder Herzrhythmusstörungen kann eine passagere Versorgung durch externe Schrittmacher erfolgen. Für die definitive Schrittmacherversorgung besteht eine gute und reibungslose Zusammenarbeit mit der Klinik für Innere Medizin im Betriebsteil Marienhöhe.

Zur invasiven Diagnostik steht ein Messplatz für Rechtsherzkatheter zur Verfügung.

Linksherzkatheteruntersuchungen werden an dem im Betriebsteil Marienhöhe zur Verfügung stehenden Messplatz in Zusammenarbeit mit der Medizinischen Klinik I (Kardiologie) des Universitätsklinikums Aachen durchgeführt.

Behandlung pulmonologischer Patienten

Zur Diagnostik pulmonaler Erkrankungen können neben der Spirometrie auch Bodyplethysmographien einschließlich Blutgasanalysen durchgeführt werden, die auch unter Belastung vorgenommen werden können. Erforderlichenfalls ist auch eine bronchiale Provokationstestung möglich.

Bronchoskopien zur Diagnostik und Therapie der Bronchial- und Lungenkrankheiten werden regelmäßig in der Abteilung für Endoskopie durchgeführt.
Eine wesentliche Bereicherung der Untersuchungsmöglichkeiten ergibt sich durch die Lungenperfusionsszintigraphie in der nuklearmedizinischen Abteilung des Hauses, sowie die in der HR-Technik durchführbare Computertomographie.

Farbdopplerechokardiographie und Rechtsherzkatheteruntersuchungen ergänzen das Spektrum der Diagnostik zur Beurteilung der Auswirkung bestimmter Lungenerkrankungen auf das Herz.

Behandlung von Patienten mit Diabetes mellitus und anderen Stoffwechselerkrankungen

  • Behandlung sämtlicher Formen des Diabetes mellitus (Typ 1, Typ 2, Schwangerschaftsdiabetes, Diabetes bei Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse)
  • Betreuung der Patienten auf der diabetologischen Schwerpunktstation durch ein erfahrenes Team aus Diabetologen und Diabetesberaterinnen
  • Diabetes(neu)einstellung und -führung, strukturierte Diabetesschulung
  • Ernährungsberatung / Ernährungstherapie
  • Neueinstellung und Anpassung von Insulinpumpen
  • Behandlung von durch die Zuckerkrankheit entstandenen Organerkrankungen
  • Behandlung des diabetischen Fußsyndroms
  • Kooperation mit niedergelassenen Diabetologen der Region

Auch Patienten mit Störungen der Bildung und Ausschüttung von Hormonen, z.B. der Schilddrüse, der Hirnanhangsdrüse oder der Nebennieren werden behandelt.

Behandlung von lebensgefährlich erkrankten Patienten

Die spezielle internistische Intensivmedizin wird unter Leitung der Fachärzte der Inneren Medizin auf der interdisziplinären Intensivstation durchgeführt. Dabei können alle Krankheitsbilder aus dem weiten Bereich der Inneren Medizin nach immer wieder aktualisiertem neuesten Wissen mit hohem Aufwand an Diagnostik, Personal und Material behandelt werden. Bei dieser "Maximalmedizin" werden in jedem Fall ethische Grundsätze und Menschenwürde beachtet und gewahrt.

 

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